Sommerzeit ist Radfahrzeit

Mehr als 450.000 Fahrräder kaufen die ÖsterreicherInnen pro Jahr, und an die 30.000 davon werden jährlich gestohlen. Der materielle Schaden, den Fahrraddiebe anrichten, liegt bei rd. 10 Mio. Euro. Leider liegt die Aufklärungsquote bei nur etwa 5%. Die Eigentümer bleiben – abgesehen vom berechtigten Ärger – also auch noch auf den Kosten sitzen. 

Viele glauben, in einem solchen Fall zahlt sowieso die Haushaltsversicherung. – Das stimmt zwar grundsätzlich, allerdings nicht immer. Wird das Fahrrad etwa auf der Straße, also im Freien gestohlen, kann man durch die Finger schauen. Und tatsächlich werden die meisten Fahrräder bei Bahnhöfen, Unis, Freizeiteinrichtungen, Geschäften und Lokalen entwendet.

Die meisten Versicherer zahlen nur, wenn das Fahrrad daheim z. B. aus dem Fahrradkeller gestohlen wurde. Die Deckungssummen sind unterschiedlich, zumeist mit Obergrenzen von 1.500 Euro pro Haushalt. Nur wenige bieten erhöhte Deckungssummen an. In unbegrenztem Ausmaß zahlen Versicherer nur dann, wenn sich das Fahrrad in einer versperrten Räumlichkeit befand, die nur für den Versicherungsnehmer zugänglich ist. Dabei muß es sich um einen Einbruchdiebstahl handeln, der auch bei der Polizei angezeigt wird. Spezielle Fahrradversicherungen bieten nur wenige Versicherer an, wobei auch hier grundsätzlich nur der Zeitwert ersetzt wird.

Kosten und Bedingungen bedürfen eines Vergleichs, den wir als Versicherungsmakler jederzeit erbringen können. Empfehlenswert ist übrigens die polizeiliche Registrierung Ihres Fahrrades. Mittels der im Rahmen eingravierten Identifikationsnummer können aufgefundene Fahrräder dadurch eindeutig den Eigentümern zugeordnet werden. Bei manchen Versicherern ist eine polizeiliche Registrierung sogar Annahmevoraussetzung. Jedenfalls erforderlich ist das Vorliegen einer Rechnungskopie, um den Wert des Fahrrades nachweisen zu können.

Schließlich ist noch zu bedenken, dass man als Radfahrer auch haftpflichtig werden kann, etwa als Unfallverursacher oder einfach schon dadurch, in dem das umfallende Fahrrad ein Auto beschädigt. Davor schützt die Privathaftpflichtversicherung, die zumeist in der Haushaltsversicherung inkludiert, aber auch separat abschließbar ist.

Gezielt ausgewählter Versicherungsschutz macht Ihren Ausritt mit dem Drahtesel zum sorgenfreien Vergnügen.


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