Ferialjob: Was ist dabei zu beachten?

Auch diesen Sommer absolvieren wieder etwa 30.000 junge SteirerInnen einen Ferialjob – aus unterschiedlichen Motiven. Nicht nur, dass das Taschengeld ordentlich aufgefettet werden kann – auch die gewonnene Praxiserfahrung liest sich in einem Lebenslauf gut.

Damit Familienbeihilfe und Kinderabsetzbetrag für die Eltern erhalten bleiben ist folgendes zu beachten:

  • Bis zur Vollendung des 19. Lebensjahres können Kinder das Jahr über beliebig viel verdienen, ohne dass Familienbeihilfe und Kinderabsetzbetrag verloren gehen.
  • Über 19 Jahre darf das zu versteuernde Jahreseinkommen des Kindes nach Abzug von Sozialversicherung, Werbungskosten, Sonderausgaben und ausgewöhnlichen Belastungen 10.000 Euro nicht überschreiten, d. s. etwa 12.400 Euro brutto im Jahr. Zu beachten ist dabei, dass nicht nur Lohn- und Gehaltseinkünfte sowie Einkünfte aus selbständiger Arbeit oder gewerblicher Tätigkeit dazu zählen, sondern sämtliche der Einkommensteuer unterliegenden Einkünfte, also auch etwa aus Vermietung und Verpachtung und sonstige Einkünfte.

Achtung: Die zu hohen Einkünfte müssen durch die Eltern pflichtgemäß dem Finanzamt gemeldet werden, die Beihilfe fällt nicht automatisch weg. Ansonsten droht neben Rückforderung von Familienbeihilfe und Absetzbetrag sogar eine Finanzstrafe!

Das sollte der Ferialpraktikant selber wissen:

  • Bis zu einem monatlichen Bruttobezug von 395,31 Euro fallen wegen Geringfügigkeit keine Dienstnehmer-Sozialversicherungsbeiträge an.
  • Handelt es sich um einen Werk- oder freien Dienstvertrag, muss ab einem Jahresbruttoeinkommen (abzüglich der getätigten Betriebsausgaben) von 11.000 Euro für das betreffende Jahr eine Einkommensteuererklärung abgegeben werden. Grundsätzlich besteht bei einer werksvertraglichen Tätigkeit oder einem freien Dienstvertrag auch Umsatzsteuerpflicht, allerdings erst ab einem Jahresumsatz von 36.000 Euro.
  • Oft kommt es vor, dass Ferialpraktikanten zu lange/zu viel arbeiten müssen und dafür einen nicht gerechtfertigten Lohn erhalten. Hier ist ein Arbeitszeitprotokoll ratsam und im Zweifelsfall eine Anfrage bei der AK zu empfehlen.
  • Wesentlich gilt es zu wissen: Dauer des Ferialjobs, angemessenes Gehalt, Kollektivvertrag, Vereinbarungen nur schriftlich, Anmeldung bei der Sozialversicherung, regelmäßige Abrechnung, Erhalt einer Endabrechnung.

All jene Ferialpraktikanten und deren Eltern, die diese Punkte beachten, sind auf der sicheren Seite.


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