Angehörigenregress gestrichen – Problem bleibt!

Zwar bin ich selber noch keine 40 Jahre alt, jedoch beschäftigt mich das Thema „Pflegevorsorge“ aufgrund meiner langjährigen Erfahrung in der Vorsorge-/Versicherungsberatung nachhaltig. In all meinen Gesprächen mit Klienten – deren Wissensstand ist meist lückenhaft – weise ich auf dieses Thema hin und empfehle dringend, gezielte Vorsorge zu treffen. – Warum?

Mit 01.07. wird in der Steiermark zwar der Angehörigenpflegeregress medienwirksam beseitigt – das Problem jedoch bleibt. Hier die Fakten:

  • 452.000 Pflegegeldbezieher in Österreich (Stand: Jänner 2014), Anstieg bis auf 800.000 bis 2030 prognostiziert
  • Lebenserwartung steigt weiter
  • Pflegeleistungen in den Familien sinken (niemand hat dafür Zeit)
  • Öffentliche Ausgaben steigen von dzt. 4,3 Mrd. bis 2020 auf 5 Mrd. Euro
  • Die Präsidentin des Österreichischen Gesundheits- und Krankenpflegeverbandes, Fr. Ursula FROHNER, rechnet vor:
    • Durchschnittlicher Pflegebedarf in der Stufe 3: EUR 1.500,–
    • Lebenshaltungskosten EUR 1.000,–
    • Gesamt EUR 2.500,–
    • Durchschnittl. Pension – EUR 1.500,–
    • Pflegegeld in Stufe 3 – EUR 443,–
    • ergibt monatliche Lücke EUR 557,–
  • Hier greift das Bundessozialamt auf Erspartes, Immobilie, auf das Vermögen des Pflegebedürftigen zu (sogar auf Schenkungen, auch jene, die 3 – 5 Jahre zurückliegen!). Die Erben schauen durch die Finger.

Trotz dieser tristen Situation verfügen momentan nur etwa 60.000 Personen in Österreich über eine private Pflegevorsorge. Dies, obwohl eine solche gegenüber einer Vollkaskoversicherung für ein durchschnittliches Fahrzeug nur Peanuts kostet.

Warum ist das so? – Einerseits ist das Thema noch nicht in den Köpfen der SteirerInnen angekommen, weil es gerne verdrängt wird, unter dem Motto „Wer möchte schon gerne ein Pflegefall sein?“ Andererseits glauben die Menschen nach wie vor, dass der Staat für die Kosten der Pflege aufkommt, womit das Thema für sie nicht relevant sei. – Das ist es jedoch! Vor allem macht es einen großen Unterschied, ob man sich im Fall des Falles eine individuelle Pflege in den eigenen vier Wänden leisten kann, oder den nächstbesten Heimplatz beziehen muss. Übrigens: Gem. steirischem Pflegeheimgesetz sind dort pro Person 14 m² vorgesehen. Durchschnittliche Kosten pro Monat: 3.000 Euro!

Mein Lösungsvorschlag: Bei einem unabhängigen Makler wie wir es sind über die Möglichkeiten der privaten Pflegevorsorge informieren! Momentan gibt es etwa 15 ernstzunehmende Anbieter in Österreich – wir haben alle Vergleiche im Haus. Alleine mit einer Investition von 20 Euro monatlich lässt sich schon ein brauchbarer Schutz sicherstellen. Mittlerweile gibt es sogar Produkte im Einmalerlagsbereich mit Geld-zurück-Garantie, wenn der Pflegefall nicht eintritt! – Eine wirklich lohnende Investition in die eigenen Zukunft und jene der Erben.

Private Pflegevorsorge ist bei etwas Wollen für jeden leistbar. – Ich halte es in dieser Hinsicht mit Sir Karl POPPER, der über die Einstellung zur Zukunft sagte: „Wir sind jetzt verantwortlich für das, was in Zukunft geschieht.“


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