Änderungen am Pendlerrechner

Der Pendlerrechner wird geändert. Zu den Änderungen zählen die Berücksichtigung von P&R-Anlagen in der Nähe, Fußwege zählen nicht mehr zur Öffi-Strecke und Autofahrzeiten sollen realistischer angenommen werden. Bis Sommer sollen die Adaptierungen umgesetzt werden.

Die Autofahrzeiten sollen in Ballungszentren künftig realistischer angenommen werden

Bisher hat der Rechner zur Berechnung der Fahrtdauer eine hohe Durchschnittsgeschwindigkeit angenommen – zu Stoßzeiten bei dichtem Verkehr entspricht das nicht annähernd der Realität. Auch das hat vielen PendlerInnen den Anspruch auf das Pauschale verkürzt und soll nun korrigiert werden.

Viele PendlerInnen können den vollen Arbeitsweg mit Öffis zurücklegen

Wenn es laut Pendlerrechner nur unwesentlich schneller ist, einen Teil der Wegstrecke mit dem Auto zu fahren und dann in ein öffentliches Verkehrsmittel umzusteigen, zieht der Pendlerrechner künftig die reine (längere) Öffi-Variante für die Berechnung heran. Dadurch kann sich im Zweifel für die Betroffenen ein (höheres) Pauschale ergeben.

Fußwege gelten künftig nicht mehr als Öffi-Strecke

In Grenzfällen haben PendlerInnen dadurch Anspruch auf das große statt nur auf das kleine Pauschale. Der Grund: Bisher hat der Rechner Fußwege von und zum Öffi zur Öffi-Strecke hinzugezählt. Der Anteil an Öffi-Kilometern am Arbeitsweg wurde damit verlängert. In Grenzfällen wurde eine Strecke dadurch insgesamt als mit öffentlichen Verkehrsmitteln überwiegend zumutbar gewertet, wodurch manchen PendlerInnen plötzlich nur mehr das kleine anstatt das große Pauschale zustand.

Künftig soll beim Pendlerrechner die Autofahrt nur mehr 15 Prozent der gesamten Wegstrecke betragen

Kommt man innerhalb dieser 15 Prozent nicht zu einem öffentlichen Verkehrsmittel, steht das große Pendlerpauschale zu – die Wegstrecke wird als mit öffentlichen Verkehrsmitteln überwiegend unzumutbar gewertet. Eine Verbesserung, denn derzeit gibt es Fälle, bei denen PendlerInnen laut Rechner die Hälfte der Strecke mit dem Auto zurücklegen sollen, um dann in ein öffentliches Verkehrsmittel umzusteigen, obwohl schon früher eine Umsteigemöglichkeit vorhanden wäre. Diese Annahme ist weder ökonomisch noch ökologisch sinnvoll und findet deshalb in der Praxis nicht statt.

Wer im Job ein Gleitzeitmodell hat, kann künftig im Rechner die Uhrzeit angeben, zu der man tatsächlich überwiegend zu arbeiten beginnt und aufhört

Eine wesentliche Erleichterung und Verbesserung. Bisher mussten PendlerInnen alle Varianten ihres Arbeitsbeginns und Arbeitsendes im Rechner durchprobieren und die für sie ungünstigste Variante annehmen, mit der ihr Anspruch auf das Pauschale am niedrigsten ausfallen würde.

Die Frist zur Abgabe der Erklärung beim Arbeitnehmer wird bis 30.9. 2014 verlängert (ursprünglich 30. Juni 2014). Jene, die das Formular bereits abgegeben haben, von den Änderungen jedoch profitieren würden, können die Erklärung erneut abgeben.


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